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KURZINHALT

Anno Domini 1327, letzte Novemberwoche, in einer reichen Benediktinerabtei an den Hängen des Apennin. Bruder William von Baskerville (Sean Connery), gelehrter Franziskaner aus England, kommt als Sonderbotschafter des Kaisers in delikater Mission: Er soll ein hochpolitisches Treffen zwischen der Ketzerei verdächtigten Minoriten und Abgesandten des Papstes organisieren. Doch bald erweist sich sein Aufenthalt in der Abtei als apokalyptische Schreckenszeit. William und sein Gehilfe Adson (Christian Slater) werden Zeugen der wundersamsten und für eine Abtei höchst befremdlichen Begebenheiten: Ein Mönch ist aus dem Fenster gesprungen, weil er die Liebe eines Mitbruders nicht ertrug, ein anderer wird tot im Schweineblut-Bottich gefunden, ein dritter liegt ermordet im Badehaus. Gerüchte schwirren durch die Abtei und nicht nur der Abt (Michael Lonsdale) hat etwas zu verbergen. Überall sind fromme Spurenverwischer und Vertuscher am Werk.

William wird vom Untersuchungsfieber gepackt: Weit mehr als der Streit zwischen Kaiser und Papst interessiert ihn die Entlarvung des Mörders. Er sammelt Indizien, entziffert geheime Schriften, Zeichen und verschlüsselte Manuskripte, erforscht ein gespenstisches Labyrinth und dringt immer tiefer ein in die Geheimnisse der Abtei. Und er muß sich beeilen, denn inzischen ist sein ärgster Widersacher eingetroffen: Bernardo Gui (F. Murray Abraham), ein erbarmungsloser Hexen- und Ketzerjäger, der hinter den Vorfällen in der Abtei den Teufel am Werke wähnt und rasch seine Sündenböcke gefunden hat. Bernardos Scheiterhaufen brennen schon, als William endlich der überraschenden Lösung des Rätsels und dem Urheber allen Unheils gegenübersteht... (Quelle: Presseheft)


LANGINHALT

Am Ende meines Lebens angekommen, möchte ich armer Sünder auf diesem Pergament Zeugnis ablegen von den wundersamen und schrecklichen Ereignissen, deren Zeuge ich in meiner Jugend war... im Jahre 1327 unseres Herrn.

Gott schenke mir die Gnade und die Weisheit, auf daß ich wahrheitsgetreu die Ereignisse schildere, die sich in einer abgelegenen Abtei im düsteren Norden Italiens zutrugen... eine Abtei, deren Namen man auch heute noch besser verschweigen sollte.

Möge meine Hand nicht zittern, nun da ich mich anschicke, die Vergangenheit lebendig werden zu lassen...

Und mit der Erinnerung erwacht das Unbehagen, das auf meinem Herzen lastete, als wir die Mauern der Abtei betraten.


Man schreibt das Jahr 1327. Es ist eine Zeit, in der die Furcht vor Fegefeuer und vor Höllenqualen das Leben der Menschen mehr bestimmt als der Glaube an Gott: Die Geißel der Inquisition spürt unerbittlich jeden auf, der in ihren Augen mit dem Teufel im Bunde ist. Während in Rom Chaos herrscht, trachtet in Avignon ein Papst mit fetten Kardinälen nach Reichtum und Macht.

In der letzten Novemberwoche reiten zwei arme, heitere Franziskaner auf Maultieren zu einer reichen Benediktiner-Abtei, die finster wie eine Festung auf einer Bergkappe des Apennin hoch über den Hütten der armen Bauern thront. Bruder William von Baskerville, ein Engländer von großer Intelligenz und eindrucksvoller Gestalt, kommt als Sonderbotschafter des Kaisers in delikater Mission: Er soll ein Treffen zwischen der Ketzerei verdächtigten Minoriten und Abgesandten des Papstes organisieren, bei dem es um die Frage gehen wird, ob Christus Eigentümer seiner Kleidung war oder nicht, sprich: ob die Kirche zu Ehren Gottes Reichtum anhäufen oder aber Armut predigen und praktizieren sollte. Der Novize in Williams Begleitung ist Adson von Melk, ein Junge von sechzehn Jahren, der erst kürzlich Bruder William an die Seite gestellt wurd und sich als aufmerksamer, gelehriger Schüler erweist.

Kaum angekommen, stößt der scharfsinnige William schon auf Spuren seltsamer Unruhen. Der Abt vertraut seinem Gast zögernd an, daß vor wenigen Tagen ein junger Mönch, einer der begabtesten Illustratoren des Klosters, zerschmettert am Fuße des Turmes gefunden worden sei - unter einem Fenster, das unmöglich zu öffnen war. Er bittet William um Beistand bei der Klärung der Hintergründe dieses Todes, verlangt aber äußerste Umsicht und Diskretion.

Bruder William macht Adson in der Kirche mit seinem alten Freund Ubertino de Casale bekannt, der sie mit mystischer Kraft überrascht - und mit düsteren Prophezeiungen. Wenig später gelingt es William, den Tod des jungen Mönches zu rekonstruieren und nachzuweisen, daß es sich um Selbstmord handelte. Was aber könnte das Motiv gewesen sein?

Da wird ein weiterer Mönch, ein Spezialist für Übersetzungen aus dem Griechischen, tot in einem Bottich voller Schweineblut gefunden, und diesmal ist es eindeutig Mord. Die Umstände der Todesfälle entsprechen, wie Ubertino den anderen erklärt, in furchteinflößender Weise den Prophezeiungen der Apokalypse über die Ereignisse vor dem jüngsten Gericht.

William wird vom Untersuchungsfieber gepackt. Weder die Angst der Mönche vor dem nahen Ende der Welt noch ein Mordanschlag gegen ih selbst können ihn von seiner Spurensicherung abhalten. So assistiert er dem Kräuter- und Giftforscher Severinus beim Untersuchen des Leichnams und entdeckt an den Fingern des Toten seltsame schwarze Flecke.

Lehrmeister und Novize besichtigen auch das Skriptorium der Abtei, wo Bücher und Manuskripte säuberlichst kopiert und illustriert werden. Hier führt der an einen Raubvogel erinnernde Bibliothekar Malachias die Aufsicht, und der uralte, blinde Jorge de Burgos erstickt jede aufkommende Heiterkeit mit wütenden Stockschlägen: Lachen ist verboten - es weckt den Zweifel.

Adson begegnet einem Bauernmädchen von Wilder Schönheit, das kommt, um von den Mönchen sexuelle Dienste gegen Nahrungsmittel einzutauschen. Mit maßloser Sinnesfreude und hefitgen Gewissensbissen ist Adson der Verführung dieses Geschöpfs erlegen, das ihn um so inniger umarmt, als es eigentlich einem alten, lüsternen Mönch zu eigen sein sollte.

Die Abordnung der Franziskaner zieht ein, vorbei an den schlangestehenden Bauern, die dem Kellermeister Remigio de Varagine ihre kargen Ernteerträge abliefern und dafür seinen flüchtigen Segen empfangen.

Williams Schlußfolgerungen ergeben, daß der Schlüssel für die geheimnisvollen Morde im Innern der Bibliothek zu finden sein muß, aber ihm und Adson ist es strengstens untersagt, den sechseckigen Turm zu betreten. Außerdem verlangt der Abt mit einem Male, William möge seine Nachforschungen einstellen. Bernardo Gui, ein gefürchteter Hexen- und Ketzerjäger, wird mit der päpstlichen Delegation erwartet, und der sei mit den Ränken des Teufels nur zu gut vertraut.

Trotz des ausdrücklichen Verbots des Abtes verschaffen sich William und Adson Einlaß in die geheime Bibliothek, und was sie entdecken, ist ein weit verzweigtes Labyrinth. Zum Entzücken des gebildeten Engländers lagern hier seltenste Bücher und sogar solche, die seit langer Zeit als verschollen galten. Die beiden verlieren sich in den Gängen dieses Irrgartens aus den Augen, und nur Dank Adsons vorzüglicher Kenntnis der griechischen Sagen finden sie überhaupt noch den Weg zurück nach draußen

Die feisten, schmuckbehangenen Gesandten des Papstes treffen ein. In einer von zwei Rappen gezogenen, unheimlich wirkenden Kutsche, die ein gelbes Kreuz - Zeichen der Inquisition - trägt, sitzt der erbarmungslose Bernardo Gui, entschlossen, die Ketzerei aus dieser Welt zu verbannen. William kennt Gui: Er ist schon bei früherer Gelegenheit mit ihm aneinandergeraten, und Adson erfährt zu seinem Schrecken, daß sein Meister vor Zeiten sogar selber als Inquisitor tätig war.

Das Bauernmädchen und einer der Mönche, der bucklige Salvatore, werden von Guis Schergen erwischt und des Praktizierens satanischer Riten angeklagt. Adson ist außer sich vor Verzweiflung, aber auch William vermag der Macht der Inquisition nichts entgegenzusetzen.

Der laszive Bibiotheksgehilfe Berengar wird ermordet im Badehaus gefunden, und auch bei ihm entdeckt William einen geschwärzten Finger.

In der Folterkammer preßt der Inquisitor ein falsches Geständnis aus Salvatore und bringt den Geschundenen dazu, ihm auch noch Remigio, den Gefährten aus vergangenen Tagen, ans Messer zu liefern. Als man Severinus erschlagen findet und kurz darauf selbst Malachias tot in der Kirche zusammenbricht, beschuldigt Gui seinen Widersacher William von Baskerville der Ketzerei und des Mordes.

Pfähle werden aufgestellt und Scheiterhaufen errichtet, um die beiden verurteilten Mönche und das Mädchen zu verbrennen.

Die Zeit drängt. William und Adson dringen erneut in die labyrinthische Bibliothek im großen Turm ein, um ein für alle Mal den undurchdringlich scheinenden Geheimnissen dieses Ortes auf den Grund zu kommen.

Und während Bernardo Gui draußen auf dem Feld schon die Scheiterhaufen anzünden läßt, stehen die beiden detektivischen Mönche plötzlich der überraschenden Lösung des Rätsels und dem Urheber allen Unheils gegenüber...

Jetzt, da ich ein alter Mann bin, muß ich gestehen: Von den vielen Menschen, denen ich in meinem langen Leben begegnet bin, sehe ich ein Gesicht so deutlich wie damals vor mir: das Gesicht des Mädchens, von dem ich in all den Jahren nie aufhörte zu träumen. Sie war die einzige irdische Liebe meines Lebens... dennoch, nie wußte ich, wer sie war, noch erfuhr ich je ihren Namen. (Quelle: Presseheft)

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